Biografische Entscheidungen, historische Brüche und die Frage des Erinnerns nach 1945

Alexandra Weltz-Rombach, Kulturwissenschaftlerin und Historikerin, ist Teil des Recherche-Netzwerks Eva Mamlok und beschäftigt sich seit etwa fünf Jahren mit der biografischen Recherche zu der bisher wenig bekannten jüdischen Widerstandskämpferin Eva Mamlok.
Mamlok wurde in Berlin-Kreuzberg geboren und 1944 im KZ Stutthof ermordet. Zu ihrer Geschichte hat Alexandra Weltz-Rombach eine Ausstellung im Friedrichshain-Kreuzberg Museum kuratiert. Am 16. Oktober dieses Jahres wird der Blücherplatz am Halleschen Tor, vor der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, in Eva-Mamlok-Platz umbenannt.
Ein Aspekt ihrer Arbeit ist die Frage "Wer sich an wen, wie und warum erinnert".  Hier wird die Verbindung zur Biografie von Heinrich Dathe interessant.
Anhand dieser beiden sehr unterschiedlichen Biografien gibt Alexandra Weltz-Rombach einen kurzen Einblick in die Frage: Wer erinnert sich nach 1945 an wen – was wird erinnert, was wird eher wenig beleuchtet und warum?
Dabei geht es auch darum, wie Erinnerung durch gesellschaftliche Interessen, politische Kontexte und spätere Deutungen geprägt wird.