„Intensive Social-Media-Nutzung erhöht das Depressionsrisiko bei jungen Erwachsenen.“
„Wir haben 1 Millionen Jugendliche mit problematischen Internetverhalten.“
„Gefährliche Trends im Netz. Polizei warnt vor Deo Challenge"
Wir sind die 9d und wir haben uns mit folgender Frage auseinandergesetzt: Muss der Staat Kinder und Jugendliche digital besser schützen und kann ein Komplettverbot bis zum 14. Lebensjahr, wie es von der SPD und CDU geplant ist, ein sinnvolles Instrument dafür sein? Politiker diskutieren über ein Social-Media-Verbot. Aber wer spricht mit den Jugendlichen - mit uns? WENN NIEMAND MIT UNS SPRICHT DANN SPRECHEN WIR EBEN SELBST!
Aber von vorn…
Im Februar informierte uns unsere Klassenlehrerin im Politikunterricht, dass wir an einem Projekt teilnehmen könnten. Es lautet: „Wir machen Demokratie“ und ist ein Berliner Schülerwettbewerb zur politisch-historischen Bildung.
Die ganze Klasse war motiviert und wir entschieden uns, Workshops über ein geplantes Social-Media-Verbot in jüngeren Klassen zu halten. Direkt begannen wir mit der Recherche und plötzlich war es so weit. Wir hielten sie!
Für unsere Workshops besuchten wir 6., 7. und 8. Klassen und haben mit den jüngeren Schüler:innen darüber diskutiert, welche Social-Media-Plattformen sie nutzen, warum sie es tun, und mit welchen Folgen. Weiterhin debattierten wir über ein Komplettverbot bis 14 Jahre und dessen Alternativen. Darüber hinaus arbeiteten einige Schüler:innen an Empfehlungen für ein Bundesgesetz.
Einen Tag später kam die Stiftung Digitale Chancen zu uns, um mit jungen Menschen an Vorschlägen zu arbeiten, wie der Kinder- und Jugendschutz besser in der digitalen Welt umgesetzt werden kann. Bei der Gelegenheit überreichten wir unsere Ergebnisse aus den Workshops. Später nahm Frau Dr. Annika Baumann (Mitglied der Expertenkommission) am Workshop teil, um einen direkten Austausch mit uns zu ermöglichen. Die Expertenkommission berät die Bundesregierung im Hinblick auf einen Gesetzesentwurf in Deutschland.
Kurz danach fassten wir alles, was wir erlebt haben (von der Recherche bis zu unserem Endfeedback) in einem Video zusammen und schickten es ab. Die Klasse wartete gespannt auf das Ergebnis. Nach einem langen Monat kam unsere Lehrerin mit einem breiten Lächeln im Gesicht in den Politikunterricht und verkündete die wundervolle Nachricht, dass wir den Wettbewerb gewonnen hatten (1000€).
Dank dieses tollen Projektes haben wir viel Neues gelernt. Zum Beispiel wie es ist zu unterrichten und wie es sich anfühlt ein Erfolgserlebnis zu haben. Wir haben außerdem gelernt, wie wichtig es ist, als Klasse zusammen zu arbeiten und vor allem zusammen zu halten.
Das war vermutlich auch einer der entscheidenden Gründe, der uns zum Sieg geführt hat. Ebenfalls wichtig war aber auch die zuverlässige Unterstützung von unserer Klassenlehrerin Frau Thamke und unserem Medienpädagogen Lennart D'Aprile, die uns von der ersten Idee, bis zum Ergebnis dauerhaft begleitet und bestärkt haben.
Übrigens: Das erwähnte Video wird am Tag der offenen Tür, der in der Regel im Januar am Dathe-Gymnasium stattfindet, im Fachbereich Politik präsentiert.
Schauen sie also gern vorbei.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihre 9d
